Biwak auf dem Herzogstand

Durch einen geschickten Schachzug haben wir uns für die Biwaktour auf den Herzogstand Traumwetter und einen Gipfel (fast) ganz für uns alleine eingehandelt. Nachdem die Wochenendbesucher am Sonntagabend in langen Schlangen anstehen, um mit der Seilbahn zurück ins Tal zu fahren, kehrt Ruhe auf der Hüttenterrasse und auf dem Gipfel ein. Nach einer letzten Stärkung im Berggasthaus Herzogstand marschieren wir mit unseren dicken Rucksäcken Richtung Gipfel, genießen die letzten Sonnenstrahlen und haben sogar noch ein Auge für die Fauna. Der Rundumblick vom Pavillon auf dem Gipfel ist grandios und wir können uns kaum satt sehen in der Abendstimmung über dem Alpenvorland mit Staffelsee und Kochel- und Walchensee und sogar den Guffert können wir ausmachen.

Die ebenen Plätze sind allerdings rar am Gipfel. Während wir uns zu viert unter dem Vordach des Pavillons einen Platz suchen, wollen zwei hartgesottene den unversperrten Blick auf den Himmel, um dort die ein oder andere Sternschnuppe zu erhaschen. Denn an viel Schlaf ist eh nicht zu denken; zu ungewohnt ist der harte Boden und der nächtliche Wind pfeift um die Nase und lässt den Biwaksack knattern. Die wärmenden Sonnenstrahlen am nächsten Morgen sind willkommen! Provisorisch wird ein heißes Getränk gezaubert und die Reste der Brotzeit zum Frühstück verzehrt, bevor wir zum ersten Gipfelkreuz auf der Überschreitung zum Heimgarten aufbrechen. Dort trennen sich die Wege und nur zwei Frauen nehmen die gesamte Überschreitung in Angriff, während die restlichen vier mit dem Gepäck hoch beladen den Rückweg per Seilbahn vorziehen. Nach einem erfrischenden Bad im Walchensee und etwas nachgeholtem Schlaf tauchen dann auch bald die Fußgänger auf und wir lassen einen Traumtag im Cafe ausklingen.

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